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Herzlich willkommen, liebe Leserin und lieber Leser!
Die Europäische Autorenvereinigung DIE KOGGE ist ein Zusammenschluss von Schriftstellern, Dichtern, Essayisten und Übersetzern aus zahlreichen europäischen Ländern. Ihr Anliegen ist es, den Grenzen überschreitenden literarischen Austausch zu fördern – und so einen Beitrag zu leisten, dass Europa konkret wird. Basis jedes gelingenden Zusammenlebens ist ein Willen, eine Möglichkeit zur kulturellen Verständigung. Gerade Europa mit seiner einzigartigen Kulturlandschaft, mit seinen großen und kleinen Sprachen, die sich immer gegenseitig befruchteten, bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten der Begegnung, des kreativen Miteinander – und die KOGGE pflegt diesen Austausch seit dem Jahr ihrer Gründung 1923. Ursprünglich als „zwangloser literarischer Kreis“ niederdeutscher Autoren gegründet, war es beinahe zwangsläufig, dass die KOGGE während der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland ihre Aktivitäten einstellen musste. Heute kommen die
Mitglieder aus ganz Europa – aus dem Osten Europas genauso wie aus dem Westen. Die jährlichen Haupttagungen der Autorenvereinigung, immer im Herbst in der alten Hansestadt Minden, die der KOGGE seit der Wiederaufnahme ihrer Aktivitäten im Jahr 1954 Heimat bietet, werden so zu Begegnungen nicht nur von Autoren, sondern darüber hinaus von europäischen Literaturen, die sich in dieser direkten Begegnung immens durchdringen; die individuelle Begegnung wirkt, aus trennenden Grenzen werden so fruchtbare Grenzüberschreitungen. Viele solcher Projekte – Lesungen, Publikationen – zeugen von diesem wirkungsvollen Austausch.
Die KOGGE ist eine der alten Autorenvereinigungen Deutschlands, mit ihrem europäischen Anspruch noch dazu eine der wenigen internationalen mit Sitz in Deutschland. Die kulturellen und politischen Entwicklungen in Europa zeigen, dass die KOGGE schon vieles vorweggenommen hat, was heute nach Kräften versucht wird, realisiert zu werden: den europäischen Gedanken zu verankern, nicht nur in der Wirtschaft und in der Politik, sondern im Denken eines jeden Menschen, der Grenzüberschreitungen jedweder Art als Bereicherung des Eigenen ansieht; bei Künstlern, bei Autoren anzusetzen ist dabei ein erfolgversprechender Weg, denn gerade sie können ihre Erkenntnisse Weiter