Selbstverständnis

"Die KOGGE", fast so "alt" wie der P.E.N., verfolgt ähnliche Ziele internationaler Zusammenarbeit ohne eine "Charta". Sie unterscheidet sich vom berufsständischen Charakter des VS/Verbands deutscher Schriftsteller und regionalen literarischen Autorenvereinigungen als eine der ältesten deutschen, der internationalen Begegnung geöffneten Autorenvereinigungen.

Deutsch ist die Verständigungsbasis, literarische Leistung ohne ideologische und politische Engen und Zwänge prägen den Charakter: Hier lernen sich quer durch Lebensalter und Nationalitäten Autoren in ihrer Arbeit kennen; Austausch in Gesprächen und Lesungen bleibt wesentlich für alle Arbeit miteinander. Um kritisch offen und einander bekannt zu bleiben, hält sich die Mitgliederzahl um hundertfünfzig.

Die KOGGE hat immer wieder ihre organisch gewachsene Durchhaltekraft bewiesen: Überkonfessionell, überparteilich, jeder fanatischen Einseitigkeit und nationaler Enge entgegen und mit wacher Toleranz Stile, Inhalte, Ausdrucksstufen umfassend, sofern sie sich als glaubwürdig erweisen, pflegt sie internationale Autoren-Kollegialität, will sie den europäischen Gedanken praktizieren, weiterentwickeln, ohne die jeweiligen Eigenarten der Literaturen zu verwischen.

Diese Struktur bestimmt auch die jeweiligen Preisträger und ihre Anerkenntnis jenseits von Moden und literarischen Markttendenzen, jenseits festgelegter Stile, Inhalte und Ausdrucksstufen.

Der europäische Gedanke, Einheit in differenzierter Vielheit zu kultivieren, beherrscht die Aktivitäten seit langem und setzt in gegebenen Maßen und Möglichkeiten Maßstäbe, nicht zuletzt auch für die Skala der KOGGE-Preisträger.

Dr. Inge Meidinger-Geise
Ehrenvorsitzende der Europäischen Autorenvereinigung DIE KOGGE - Vorsitzende 1967-1988

DIE KOGGE sieht ihre Aufgabe in der Pflege und Förderung des literarischen Lebens, speziell in der Zusammenarbeit europäischer Autoren und Auto­rin­nen und damit auch in der Verständigung ver­schie­de­ner Kulturen untereinander.

Autoren aller Natio­nali­täten Europas wird ein Fo­rum für offene literari­sche Begegnungen geboten: Re­gel­mäßiger Aus­tausch von Erfahrungen und Ge­dan­ken in Lesungen und Gesprächen bei Tagun­gen so­wie viel­fältige lite­rarische Themenarbeit.
Die Mitgliederzahl beträgt zur Zeit (2007) ca. 154 aus 12 Staaten.

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